Wir sind ein Familiending

Manchmal im Leben kommt man an einen Punkt, da ändert sich was.
Vielleicht das Futter, das umgestellt wird, weil hund zu mopsig, zu dürr oder zu krank ist…
Vielleicht das Spielzeug, das wieder neu gummiartig schmeckt, weil das kaputte Spieli ersetzt wurde.
Vielleicht nur Wolke’s Bettwäsche, die sie wechseln muss, weil mir mitten in der Nacht übel wurde.

So wie in der vergangenen. Ich wurde munter, mein Bauch hat gegluckert und da hab ich Wolke geweckt. Und dann war die Bettwäsche auch schon … naja…. Eben nicht mehr so sauber wie vorher. :( Wolke hat dann ein bisschen rumgewuselt und nun ist alles wieder gut, bin ja eine taffe Terrierdame. 😉

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Jedenfalls will ich damit sagen, dass sich hier ein bisschen was ändern wird. Ich lass Wolke jetzt auch mal ran. Hier hat sie ja schon mal ein wenig angefangen, aber nun wird mein kompletter Blog ein Familiending. Mama, Hund und Kind. Nur ohne Kind, denn der Krümel hämmert nur in die Tasten und es kommt nichts Sinnvolles dabei raus. Und das will schließlich niemand lesen. 😀

wufft die Polly

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aus Wolkes Sicht

Als Mama eines kleinen Kindes hört man auf jedes noch so kleine Geräusch.
Umhertappsende Stubentiger, Regentropfen auf dem Fensterbrett, raschelnde Kirschbaumblätter, die schnarchende Polly, Grillen im Garten, der Frosch im Nachbarsteich, Musik vom weiter entfernten Festival, Krümels Schlafteddy, mit dem Klapperkopf.
Wenn absolute Stille herrscht, weil die Batterie der Uhr entladen ist, wird mami sogar davon wach.

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Irgendwann in der letzten Nacht, der Krümel lag nach dem seinem Mitternachtssnack schon neben mir im Bett, wurde Polly sehr unruhig, sie zappelte auf der Decke umher und ihr Bäuchlein blubberte ein bisschen. Im halben Halbschlaf dachte ich mir nichts dabei und kraulte sie hinter den Ohren. Normalerweise kuschelt sie sich dann an meinen Rücken und schläft wieder ein. Nicht so in der letzten Nacht. Als ich richtig verstand, was eigentlich los ist, war’s schon zu spät.
Polly hatte ihren Mageninhalt direkt auf dem Bett verteilt. Danke Hundekind.

Und was macht man so alles als fürsorgliche Mama?
Na eben Bauch streicheln, beruhigen (eher mich, als Polly) und – das Beste – den Dreck wegmachen.
Also stand ich mitten in der Nacht auf, bezog die Bettdecke neu (selbstverständlich im Dunkeln und mucksmäuschenstill, um das Menschenkind nicht zu wecken), spülte die beko**** Decke bissl durch und versuchte im nächtlichen Wahnsinn zu erörtern, wie es dazu kam, dass ich um 3:30 Uhr durch’s Schlafzimmer wuselte. Hatte SIE was Schlechtes gegessen? Habe ich ihr im Schlaf den Bauch gedrückt? Hatte der Krümel sie im Schlaf getreten? Ist sie krank??

Polly, die meine nächtliche Aktion verursachte, schlief schon lange wieder, blinzelte nicht mal mehr, als ich mich wieder zu den beiden ins Bett kuschelte.

In den ungefähr 3 Stunden danach, in denen ich nicht wirklich zur Ruhe kam, stellte ich fest, dass so eine schwarze Nacht ganz schön laut sein kann. Selbst die Sonne geht nicht einfach leise auf, nein, dieses schöne alltägliche Ereignis geht mit lautem Vogelgezwitscher, Stimmengewirr und klappernden Autotüren einher.

Und was soll ich sagen, als ich irgendwann meine Gedanken sortiert und mich damit abgefunden habe, wohl nicht mehr zu erfahren, was nun eigentlich mit Polly los war, schlief ich entspannt ein. Ungefähr 2 Minuten bevor neben mir 2 kleine Füßchen zuckten, eine kleine Schnute gähnte und das ganze Kind sich ausstreckte.

Und hier noch mal die Frage… Was macht man, als liebe Mama?


Lächeln. „Guten Morgen mein Schatz. Hast du gut geschlafen?“

Zum Dank bekommt mami dann ein zauberhaftes Grinsen vom Kind und von der Fellnase die Füße „sauber“ geschleckt. 😛

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tippt die Wolke

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